Netzwerk für Innovation und Forschung (NeIF)

Anwendungsszenarien

  1. Punkt-zu-Punkt: zwischen zwei Standorten (Universitäten) können direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen geschalten werden. Eingangs- und Ausgangspunkte bilden dabei die Muxponder von BelWü, die sich an den Rechenzentren der Standorte befinden. Je nach Einsatzzweck der Verbindung ist es möglich diese dedizierten Bandbreiten entweder bestimmten Instituten für ihre Forschungsarbeiten bereitzustellen, oder die Leitung zur Optimierung von Standort-übergreifenden Diensten der Rechenzentren zu verwenden.
  2. Latency-Loop: während der Arbeit am Projekt kam von den Kollegen der Institute immer wieder die Frage auf, wie man möglichst hohe Latenzen erzeugen könnte. So wurde im Dezember 2015 ein erster Test gestartet, in dem die teilnehmenden Universitäten Je eine Leitung zu den anderen Partnern in ringform geschalten hatten. So war es möglich Pakete beispielsweise vom Standort Ulm über eine NeIF-Leitung nach Karlsruhe, von dort über eine weitere Leitung nach Tübingen und von TÜbingen über eine dritte Leitung zurück nach Ulm zu senden. Gemessen an den Entfernungsangaben von BelWü 1) wurde so eine 534 Kilometer lange Layer-1-Strecke geschalten, auf der eine Round-Trip-Time (RTT) von etwa 6 Millisekunden gemessen werden konnte. Der aktuelle Schaltung der NeIF-Leitungen ermöglicht es insgesamt vier dieser Ringe parallel zu betreiben. Darübhinaus besteht die Möglichkeit auch mehrere dieser Ringe hintereinander zu schalten. So konnten bereits Versuche über eine Strecke von insgesamt 2136 Kilometern (etwa 24ms RTT) durchgeführt werden. Aktuell ist geplant die Leitungen bis zu den 'Endpunkten' des BelWü (Heidelberg, Freiburg, Konstanz und Ulm) zu schalten und damit einen noch größeren Ring von insgesamt ca. 1400 Kilometern durch ganz Baden-Württemberg zu erhalten. In einem maximal-Ausbau von fünf in Reihe geschalteten Ringen könnte so eine Layer-1-Strecke von über 7000 Kilometern bereitgestellt werden.

Die folgende Tabelle beschreibt die aktuelle Belegung der NeIF-Ports der einzelnen Standorte.

Port#01 Port#02 Port#03 Port#04 Port#05 Port#06 Port#07 Port#08 Port#09 Port#10
Karlsruhe TÜ#03 UL#02 TÜ#02 UL#04 UL#09 UL#10 TÜ#09 TÜ#10
Tübingen UL#01 KA#04 KA#01 UL#05 Campus UL#08 UL#07 KA#08 KA#09
Ulm TÜ#01 KA#02 KA#05 TÜ#05 TÜ#08 TÜ#07 KA#06 KA#07

Die nachfolgende Abbildung stellt die aktuelle Konfiguration der NeIF-Links grafisch dar:

de/neif.txt · Last modified: 2016/11/15 13:25 by Andre Hafner